Firefox hat ausgedient…

… zumindest bei mir. Schon vor einiger Zeit bin ich von Firefox auf Chrome umgestiegen. Anfangs hatte ich noch bedenken, was den Datenschutz angeht. Mittlerweile sehe ich die Sache ein wenig entspannter. Das schwierige beim Umstieg einer Software, die man gewohnt ist, ist die Umgewöhnung. Klingt merkwürdig, ich weiß.

Ich habe Firefox jahrelang genutzt, war mit der Geschwindigkeit eigentlich zufrieden, mit der Darstellung und den angebotenen Add-Ons sowieso. Doch wie es wohl mit jeder Software ist, die man immer weiter erweitert, wurde auch der Fuchs immer träger. Allein der Start hat eine gefühlte Minute gedauert. Für um mal eben etwas nachzusehen ungeeignet. Zudem wurden ziemlich viele Systemressourcen verbraucht, was bei meinem damals nicht so üppig ausgestatteten Rechner schon ins Gewicht gefallen ist. Aber auch jetzt, bei meinem schnellen Notebook war Firefox nicht der Schnellste.

Also musste eine Alternative her. Wie schon geschrieben, ist die Umgewöhnung eine Sache für sich. Ich bin ein Gewohnheitstier, und wenn plötzlich eine andere Software benutzt wird/werden muss, kann ich mich recht schlecht umstellen. Erstaunlicherweise hat das mit Chrome recht gut geklappt und nachdem ich ihn jetzt mehrere Monate im Einsatz habe, kann ich sagen: Umstellung erfolgreich vollzogen.

Was man als Firefoxjüngling natürlich ekszessiv genutzt hat, waren die Add-Ons. Für alles gibt es Erweiterungen (die das System immer mehr aufblähen). Gerade, wenn man Webseiten entwickelt, kommt man um Extensions wie FireBug oder andere Helferlein nicht herum. Hier musste teilweise Ersatz her. Andererseits habe ich mir vorgenommen, mich von Einigen zu verabschieden. Die größte Hürde für mich waren meine Bookmarks. Ich habe meine gesamten Lesezeichen auf delicious.com ausgelagert. Aber mehr als sie dort zu speichern, habe ich nicht gemacht. Also sollten sie wieder “nach Hause” kommen. Der Import war eine Sache für sich, dass werde ich aber mal in einem anderen Artikel ausdehnen.

Bei den Chrome Extensions findet sich auch fast alles, was man von Firefox gewohnt ist. Zumindest ich konnte benötigte Erweiterungen ersetzen. Auch die Geschwindigkeiten, sei es beim starten als auch der Seitenaufbau an sich sind einfach unschlagbar. Speedtests von Chrome findet man im Netz zu Hauf.

Chrome ist in der Version 5 auch für Mac und Linux verfügbar und unter allen 3 Systemen klappt die Synchronisierung miteinander. Außerdem wurden HTML 5 Features wie Geolocations API und Drag & Drop für Dateien implementiert. Weitere Infos und nette Videos findet man auch bei CreateOrDie.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit Chrome mehr als zufrieden bin. Auch von (übermäßigen) Abstürzen kann ich nicht berichten. Neben dem ernstzunehmenden Konkurrenten Opera ist Chrome auf jeden Fall einen Test wert.

Übrigens: Falls jemand eine Alternative für den Bruder vom Fuchs für E-Mails empfehlen kann: Immer her damit. Ich suche nach einem Ersatz für Thunderbird.

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