Auflösung im Fall Koslovski

Im Juni letzten Jahres drehte der Fall Koslovski im Netz seine Runde. Auch ich habe das Thema noch eine Weile beobachtet, aber dann aus den Augen verloren. Es schien sich nichts zu tun, außer noch ein oder zwei weiteren Anzeigen. Durch einen Zufall habe ich nun gelesen, dass der Fall Koslovski aufgelöst ist. Zumindest weiß man nun, wer und was dahinter steckt.

Wie vermutet handelte es sich bei der “Aktion” um eine Polizeisache. Laut fr-online.de wurde der Handelskonzern ALDI Nord von einem Oldenburger erpresst:

Ein 66-Jähriger aus dem niedersächsischen Oldenburg habe seit März 2010 unter dem Pseudonym „Koslovski“ 800 000 Euro verlangt und von dem Unternehmen Antworten per genau vorgegebenen Zeitungsannoncen gefordert. Als Druckmittel habe er „manipulierte Flaschen Apfelschorle“ in zwei genau beschriebenen Filialen platziert und in einer Bremer Niederlassung Textilwaren mit Schwefelsäure unbrauchbar gemacht.

Von der Polizei konnten Journalisten zu der Zeit nichts erfahren, da eine Pressesperre – oder vielmehr die Bitte, Nichts zu schreiben – verhängt wurde. Somit tappten alle “Ermittler” im Dunkeln. Dass der Erpresser gefasst werden konnte, sei übrigens ein reiner Zufall gewesen. Aufgrund Kreditbetruges wurde die Wohnung des 66-jährigen durchsucht und “Koslovski” gefunden. Ende gut, alles gut. Der Erpresser sitzt nun hinter Gittern und niemand wurde verletzt.

Nachtrag: Bei Radio Bremen kann man sich zum Thema auch einen kurzen Bericht ansehen: klick

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